Bestehende Werte – In Kunst investieren

Bestehende Werte – In Kunst investieren

In diesem Blogartikel beschäftigen wir uns mit einem Thema das viele Kunstliebhaber und Sammler interessieren könnte. Das Investieren in Kunst & Antiquitäten. In vieles lässt sich Geld investieren, aber nur mit der Kunst hängt man das Geld an die Wand.

Bestehende Werte - In Kunst investieren

Wer Kunst kauft gewinnt!

Dieser Leitsatz ist auf jeden Fall zutreffend. Kunst in den eigenen vier Wänden bringt immer Lebensfreude und lässt die Seele und den Geist wandern, Gefühle erwachen und sorgt für positive Ablenkung im Alltag. Sie ist eine Leidenschaft die keine Leiden schafft, sondern Begehr und Befriedigung. Vielleicht schafft sie Leiden in so mancher Geldbörse eines enthusiastischen Sammlers dem bei einem Stück seines Gefallens der Atem wegbleibt und er nicht widerstehen kann. Das ist die Seite der Kunst wo sie auch hingehört.

Den Kunstmarkt können wir so wie alles andere in unserem Leben auch nur im Nachhinein verstehen. Aber die Erfahrung der Jahrhunderte hat uns einiges gelehrt. Die einzige, wirklich interessante Tatsache ist, dass Kunst in den größten Krisenzeiten, ja sogar während der Weltkriege immer ihren Bestand hatte und gehandelt wurde. Und zwar in großem Maße. Es ist aber immer die klassische Kunst, die arrivierte über Jahrzehnte, Jahrhunderte sogar Jahrtausende gewachsene. Zeitgenössische Kunst ist da unsicherer. Sie kann jederzeit in großer Stückzahl erzeugt werden und ist mit viel Spekulation verbunden.

Es gab vor ein paar Jahren eine interessante Studie zu diesem Thema. Untersucht wurde die zeitgenössische Kunst der 60er und 70er Jahre. Welche Künstler wurden gut verkauft, waren am Markt präsent und erzielten hohe Preise. Viele sind nicht übriggeblieben. Es waren unter 10% die heute noch bekannt sind oder um höhere Summen gehandelt werden. Wobei höher bei ein paar tausend Euro schon beginnen kann. Ist ja nicht jeder Kunstsammler auch Millionär. In jeder Dekade schaffte es nur eine Hand voll Malern und Bildhauern sich dauerhaft am Kunstmarkt, in Ausstellungen, Museen und in Sammlerkreisen zu etablieren. Und das ist seit Anbeginn so.

Natürlich unterliegt auch der Kunstmarkt der Mode und dem Zeitgeschmack. Daher ergeben sich Wellenbewegungen beim Wert. Dies Schwankungen sind bei klassischer Kunst nicht so hoch und daher auch weniger spürbar. Erstklassige Qualität, sei es auch bei einem niedrig preislichen Kunstwerk geht immer. Aber dieser gefestigte Wert entsteht nicht durch das gezielte Vermarkten von Künstlern sondern über viele Jahre und Jahrzehnte. Es muss natürlich wachsen. So hat zum Beispiel der Britische Railway Pension Found in den 80er Jahren begonnen hochwertige Alt Meister Gemälde zu kaufen um Kapital zu splitten. Vor ca. 10 Jahren haben sie diesen Bestand dann veräußert. Der Wertzuwachs lag bei ca. 30%.

Im späten 19. Jahrhundert lag der Wert einer gotischen Madonna über dem eines Gemäldes von Rembrandt. Nicht das die Gotik Ihren Wert verloren hätte. Nein, sie hat ihren hohen Wert gehalten, der Rembrandt ist so gestiegen. Durch die Erkenntnis seiner Bedeutung als Maler ergab sich über Jahrzehnte diese Preisentwicklung. Aber wer konnte das vorher wissen? Egon Schiele Zeichnungen haben bis in die 70er Jahre wenig gekostet, weil sie keiner gekauft hat. Heute sind sie in astronomischen Sphären. Göring hat während des 2. Weltkrieges Gotische Tafelgemälde aus französischen Museen mit Impressionisten aus deutschen Institutionen getauscht. Ein Fehler?
Heute kostet ein Monet oder ein Renoir bis zu 200 Millionen. Der letzte bedeutende Picasso aus Privatbesitz ist 2018 an ein Museum im Nahen Osten verkauft worden. Preis über 300 Millionen.

Ein Gauguin ging um 500 Millionen ebenfalls in den arabischen Raum. Und auch für einen Edouard Manet wurde eine ähnliche Summe bezahlt.

Dann kam das Gemälde von Leonardo da Vinci, Salvator Mundi. 2017 wurde es für 450 Millionen Dollar verkauft. Das teuerste, jemals versteigerte Kunstwerk. Und es war kein Werk das für Leonardo bedeutend ist. Der Zustand ist schlecht und einige Experten zweifeln bis heute an der Echtheit. Würde ein bedeutendes Werk von Dürer, ein Gemälde von Pieter Breughel dem Älteren, oder gar ein wichtiger Leonardo verkauft werden. Die Milliardenschallmauer wäre diesem Objekt sicher. Es würde alle Rekorde sprengen. Im Jahr 2008 wurde in N.Y. eine Madonna von Thielmann Riemenschneider versteigert. Diese war zuvor 10 Jahre im Metropolitan Museum ausgestellt. Der Hammer fiel bei 6,3 Millionen USD. Der Käufer war der Künstler Jeff Koons. Er hat ein Meisterwerk der Alten Kunst erworben.

All diese Erkenntnisse geben uns die Gewissheit, dass Kunst ein spannendes Betätigungsfeld ist und im klassischen Bereich durchaus auch ein vernünftiges Investment. Von der Antike über die Romanische Kunst, die Gotik, die Renaissance, dem Barock bis hin zum 19. Jahrhundert und der klassischen Moderne bietet Kunst eine unendliche Vielzahl an Möglichkeiten. Wichtig ist immer Qualität vor Quantität und der einwandfreie Zustand. Diese Kriterien machen das alte Kunstwerk unwiederbringlich, machen es rar und damit kostbar. Konsultieren Sie einen Fachmann bevor Sie Geld ausgeben. Danach ist es oftmals zu spät. Der Kunsthändler Ihres Vertrauens ist sicherlich der beste Ansprechpartner. Er hat auch keine Berührungsängste, wenn Sie ein Kunstwerk bei einem Kollegen kaufen. Er wird Ihnen immer den besten Rat geben. Kunstkauf basiert auf Vertrauen zwischen dem Käufer und dem Händler.

Wenn Sie all diese Aspekte abgewogen haben sollte letztendlich die Freude an der Kunst immer im Vordergrund stehen. Sie ist die einzig richtige Triebfeder beim Kunstkauf. Denn: Kunstkauf ist ein Akt der Lebensfreude.

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